2. Juli - 31. Juli 2026 --- Vernissage 2. Juli 2026, 19 Uhr
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
2. Juli - 31. Juli 2026 --- Vernissage 2. Juli 2026, 19 Uhr
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
17. Juli 19 Uhr, Artist is present
In seinem fotografischen Projekt „Pictures in the dark - This is Desire” erkundet Marko
Zink den Sog des Begehrens, die Beziehungen zwischen Mensch und Natur, die
Verflechtung aus Gender und Anima Animus, sowie das Wechselspiel von Jagen und
Gejagtwerden. Wie wird Begehren ausgelöst? Zink drückt diese Überlegung unter
anderem durch das wiederholende Motiv des Hasen aus – ein Tier, das zwischen
Unschuld und Sexualisierung pendelt, zwischen Männlichkeit und Weiblichkeit. Es
kommt beides zusammen: die rationale Welt zum einen und zum anderen die Welt der
sinnlichen Wahrnehmung und Einbildungskraft. In seinen Bildern verschmilzt Zink
maskuline und weibliche Körper, menschliche und tierische. Die Figuren tragen
leuchtende Tiermasken und enganliegende Ganzkörperanzüge, die wie nackte Haut
wirken – vertraut, aber doch keiner eindeutigen Geschlechterordnung zugewiesen. Zink
hegt eine große Faszination für Tiere, während die Menschheit lediglich als
Wurmfortsatz vorkommt. Tiere handeln nach ihrem Instinkt, während die Menschheit
sich oft bewusst dafür entscheidet, Lebensräume zu zerstören. Seine Serie ist somit auch
als Kommentar zum Artensterben zu verstehen. Das Trägermaterial, der analoge Film
wird vor der Belichtung mehrfach gekocht. Das daraus resultierende Zerfallen der
Negative beschreibt er als gezielt konzeptuelles Einsetzen und hinterfragt die
Hauptkriterien der Fotografie als Erinnerungs- und Dokumentationsträger. Für diese
Serie hat Marko Zink seine analoge Kamera umgebaut und zieht den Film händisch
durch die Kamera. Inhaltlich konzeptuell setzt sich Marko Zink intensiv mit dem
Entstehen von Begehren auseinander. Hierzu bezieht sich der Künstler auf Carl Gustav
Jung und Claude Lévi-Strauss. Marko Zink überführt/inzeniert ihre Überlegungen zu
anima animus (Gender) und Totem bewusst an historische(n) Orte(n) in Österreich, die
belegt „mystisch“ konnotiert sind. Auch die Aufnahmezeiten zwischen Mitternacht und
ein Uhr nachts spiegeln diese Orte wider, da sich Personen an diesen Orten zu dieser
Uhrzeit treffen, um dort zu meditieren, um sich von der weltlichen Ebene loszulösen.
Was sie dabei sehen würden? Schutzgeister, Tierwesen, – Vögel, Hasen, Füchse, alles,
was wir als Natur hier kennen, deren Existenzen im Sinne des Artensterbens durch den
Menschen akut bedroht sind und so immer weniger (sichtbar) sind/werden. Exakt
diesen „Erscheinungen“ gibt Zink Raum und Licht. Sein Vorhaben ist bewusst
interdisziplinär angelegt, verbindet künstlerische Fotografie vielschichtig und reflexiv
mit performativen Inszenierungen auf den Grundlagen von Philosophie, Psychologie
und Ethnologie.
(c) Claudia Kursawe
Geboren 1975 in Gaschurn in Österreich, erhielt Marko Zink Unterricht bei Ingo Springenschmid
und besuchte danach die Akademie der bildenden Künste Wien; die Meisterklassen Kunst und
Fotografie, Erweiterter malerischer Raum, Kunst im öffentlichen Raum sowie Performance bei Eva
Schlegel, Josephine Pryde, Franz Graf, Judith Huemer, Mona Hahn und Matthias Herrmann.
Er diplomierte an der Schule für künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka und mit Auszeichnung
an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Carola Dertnig. Darüber hinaus studierte er mit
Auszeichnung Germanistik, Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität
Wien und besuchte zahlreiche Vorlesungen an der Universität Wien für Kunstgeschichte mit dem
Fokus auf Fotografie.
Marko Zink fotografiert ausschließlich analog mit natürlichem Licht. Das Trägermaterial, der
analoge Film wird vor der Belichtung mehrfach gekocht und darüber hinaus für einige Serien
gezielt chemisch und mechanisch bearbeitet. Diese von ihm entwickelte Technik ist seine einmalige
Handschrift mit großem Wiedererkennungseffekt. Das daraus resultierende Zerfallen der Negative
beschreibt er als gezielt konzeptuelles Einsetzen und hinterfragt die Hauptkriterien der Fotografie
als Erinnerungs- und Dokumentationsträger.
Zink interpretiert in seinen Arbeiten das Thema der inszenierten Fotografie neu. Zum einen gibt er
dem Betrachter das Gefühl, nur zufällig Zeuge dieses „flüchtigen“ Moments geworden zu sein. Zum
anderen reinszeniert er Subjekte als Objekte und vice versa.
Marko Zink ist ein Konstrukteur von Wirklichkeit, er fügt zusammen, was scheinbar nicht
zusammengehört, er amalgamiert. So paart sich Mensch mit Tier, Mensch mit Maschine, Mensch
mit Mobiliar oder Mensch mit Natur. In seiner Werkserie „Schwimmer“ wird der Bedeutungsträger
Mensch komplett negiert und treibt als leblose Hülle unter Wasser, wobei zeitgleich die Entstehung
der Arten thematisiert wird.
Viele seiner Serien basieren auf interdisziplinären Konzepten, seine Theorien entlehnt Zink auch der
Literatur, unter anderen seiner Auseinandersetzung mit Friedrich Dürrenmatt oder
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Letztere spielt in seinem Leben eine entscheidende
Rolle, Werkserien, auf die sie verschiedensten Einfluss übt, finden multimedialen Einzug in die
Werkpräsentationen.
Seine Fotografien und Installationen werden weltweit in Museen und Galerien ausgestellt. Seine
Arbeiten befinden sich in zahlreichen international renommierten Sammlungen. Marko Zink lebt
und arbeitet in Wien (Österreich).
1. August - 22. August 2026
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
Vernissage: Samstag, 1. August
27. August - 16. September 2026
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
Ausgangspunkt meiner Arbeit ist der weibliche Körper — nicht als gegebene Form, sondern als Verhandlungsraum. Mit analoger Fotografie, Skulptur und handgefertigten Objekten konstruiere ich Formen, die in den Körper eingreifen, ihn verhüllen, erweitern oder verwandeln. Die entstehenden Bilder bewegen sich zwischen Anziehung und Unbehagen und loten Identität, Verletzlichkeit und die sich verschiebenden Grenzen zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen aus.
Tina Lechner
Tina Lechner (*1981 in St. Pölten) studierte Kunst und Fotografie an Akademie der bildenden Künste in Wien bei Matthias Herrmann und Martin Guttman. Ausgangspunkt von Tina Lechners analogen Schwarz-Weiß-Fotografien ist stets der weibliche Körper, er dient als Projektionsfläche; sie verhüllt, ergänzt und verzerrt diese mit geometrischen Objekten und Kostümen. Die utopischen Konstruktionen verbinden Körper, Form und Material, amalgamieren Diskurse um Weiblichkeit und Identität und revitalisieren Diskussionen um skulpturale Aspekte in der Fotografie. Die Trennlinie zwischen Mensch und Maschine, künstlich und natürlich ist in ihren Arbeiten nicht länger klar erkennbar.
Lechners Arbeit wurde in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wie zum Beispiel: National Museum of China, Peking; A-Gallery, Tokio; Sevil Dolmaci, Istanbul; Mobius Gallery, Bukarest; Muzeul de Arta, Cluj-Napoca, Rumänien; c/o Berlin; Kunsthalle, Wien; Belvedere 21; Bank Austria Kunstforum; Künstlerhaus, Wien; Weltmuseum, Wien; Lentos, Linz
Sie erhielt das Start- und Staatsstipendium für künstlerische Fotografie und 2019 die ISPC Residency in New York. Lechners Werke sind u. a. in folgenden Sammlungen vertreten: Albertina, Belvedere, Museum der Moderne Salzburg, Lentos Museum Linz, Kupferstichkabinett Akademie der bildenden Künste
17. September - 10. Oktober 2026
Vernissage: 17. September 2026, 19 Uhr
DJs TBA
Ist es so?
So ist es natürlich nicht. Diese Bilder erzählen mehr von dem, was wir nicht sehen, als von dem,
was sie preisgeben. Sie sind merkwürdig schweigsam, unberedt, nicht geschwätzig, trotz ihrer
üppigen Farbigkeit still, fast stumm. Etwas fehlt, und natürlich ist man geneigt zu glauben, der
Mensch als Träger (von Bedeutung, von Zuschreibung oder auch nur von Kleidung) sei das
fehlende Element. Aber dem ist nicht so: was den Eindruck von Flüchtigkeit, von einer leeren Mitte
hinterlässt, ergibt sich aus der Art, wie Marko Zink seine Bilder arrangiert, wie er mit Präsenz und
Absenz spielt – und nicht daraus, was wir gerade sehen oder eben nicht sehen. Es sind klassische
Kompositionen, die ein Subjekt vermuten lassen, das aber nicht (mehr) da ist. Die Bewegung des
Wassers stattet die treibenden Kleider mit einem flüchtigen Volumen aus, hier scheint sich ein
Körper anzudeuten, dort hat er seine Kleidung gerade abgelegt, die am Grund stehenden Schuhe
wirken wie eben erst abgestreift. Zink appelliert an unsere Vorstellungskraft wie wir das eher von
Malern, als von Photographen kennen. Die Kleidungsstücke im Meer flirren wie optische
Täuschungen einer Fata Morgana, sind da, aber auch gleich wieder weg.
(c) Matthias Herrmann
Geboren 1975 in Gaschurn in Österreich, erhielt Marko Zink Unterricht bei Ingo Springenschmid
und besuchte danach die Akademie der bildenden Künste Wien; die Meisterklassen Kunst und
Fotografie, Erweiterter malerischer Raum, Kunst im öffentlichen Raum sowie Performance bei Eva
Schlegel, Josephine Pryde, Franz Graf, Judith Huemer, Mona Hahn und Matthias Herrmann.
Er diplomierte an der Schule für künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka und mit Auszeichnung
an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Carola Dertnig. Darüber hinaus studierte er mit
Auszeichnung Germanistik, Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität
Wien und besuchte zahlreiche Vorlesungen an der Universität Wien für Kunstgeschichte mit dem
Fokus auf Fotografie.
Marko Zink fotografiert ausschließlich analog mit natürlichem Licht. Das Trägermaterial, der
analoge Film wird vor der Belichtung mehrfach gekocht und darüber hinaus für einige Serien
gezielt chemisch und mechanisch bearbeitet. Diese von ihm entwickelte Technik ist seine einmalige
Handschrift mit großem Wiedererkennungseffekt. Das daraus resultierende Zerfallen der Negative
beschreibt er als gezielt konzeptuelles Einsetzen und hinterfragt die Hauptkriterien der Fotografie
als Erinnerungs- und Dokumentationsträger.
Zink interpretiert in seinen Arbeiten das Thema der inszenierten Fotografie neu. Zum einen gibt er
dem Betrachter das Gefühl, nur zufällig Zeuge dieses „flüchtigen“ Moments geworden zu sein. Zum
anderen reinszeniert er Subjekte als Objekte und vice versa.
Marko Zink ist ein Konstrukteur von Wirklichkeit, er fügt zusammen, was scheinbar nicht
zusammengehört, er amalgamiert. So paart sich Mensch mit Tier, Mensch mit Maschine, Mensch
mit Mobiliar oder Mensch mit Natur. In seiner Werkserie „Schwimmer“ wird der Bedeutungsträger
Mensch komplett negiert und treibt als leblose Hülle unter Wasser, wobei zeitgleich die Entstehung
der Arten thematisiert wird.
Viele seiner Serien basieren auf interdisziplinären Konzepten, seine Theorien entlehnt Zink auch der
Literatur, unter anderen seiner Auseinandersetzung mit Friedrich Dürrenmatt oder
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Letztere spielt in seinem Leben eine entscheidende
Rolle, Werkserien, auf die sie verschiedensten Einfluss übt, finden multimedialen Einzug in die
Werkpräsentationen.
Seine Fotografien und Installationen werden weltweit in Museen und Galerien ausgestellt. Seine
Arbeiten befinden sich in zahlreichen international renommierten Sammlungen. Marko Zink lebt
und arbeitet in Wien (Österreich).