9. November bis 24. November 2026
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
9. November bis 24. November 2026
Donnerstags und Freitags 18-20 Uhr und nach Vereinbarung
Finissage: 24. November., 18 Uhr
Sabine Schwaighofer befragt in fotografischen Serien komplexe Beziehungen von Körper, Geschlecht und Identität.
„Identity is an ever-unfinished conversation“, hat Stuart Hall einmal gesagt. In Sabine Schwaighofers Arbeiten engagiert sich das Subjekt der Identifikation in der Sprache der Fotografie in so einer unabschließbaren Unterredung mit Normen, Idealen und Phantasien von Körper, Geschlecht und Sexualität. In neueren Serien wie forces and dreams (2010) oder not at home (2003 – 2011) ist dieses Subjekt in seiner körperlichen Präsenz kaum mehr zu sehen, weder in der Variante radikal ungeschönter Selbstinspektion noch in jener der spielerischen Verwandlung. Zunehmend werden Motive, die früher als Rahmen oder Requisiten dienten (Raumdetails, Blumen, Kleidungs- und Schmuckstücke), zu Hauptmotiven, während Körper und Gesicht oft nur mehr fragmentarisch, verschwommen oder als Silhouette ins Bild kommen. Auch wenn manche Bilder aus dem floralen oder sanitären Motivbereich bis zu einem gewissen Grad auf konnotativer Ebene weiterführen, was andere an sexuellen Inhalten explizit machten, so befinden sie sich nun im Horizont neuer thematischer Schwerpunkte, die schwieriger zu benennen sind, aber jedenfalls mit Schönheit, Vergänglichkeit und Erinnerung zu tun haben.
Christian Kravagna 2014
seit ich meine 1. kamera mit 15 bekommen habe ist die fotografie meine konstante begleiterin. von beginn an ist das selbstportrait ein zentrales thema meiner künstlerischen arbeit. fotografieren ist für mich wie tagebuch schreiben, so ist meine arbeit oft dokumentarisch. die bedeutung und diskussion von identität und das spiel damit, die beziehung zu mir selbst, zu anderen und zu dingen die mich beschäftigen, steht im mittelpunkt. gesellschaftliche zuordnung und seins-konstruktion durch das geschlecht ist seit meiner kindheit ein thema und die reflexion über soziale sowie kulturelle identitäten wichtiger teil meiner künstlerischen arbeit. ich beschreibe meine arbeit als „erweitertes selbstportrait“ sowie als „dokumentarische inszenierung“.
Sabine Schwaighofer